Vorlage - 1.0/120/2020  

Betreff: Einrichtung der Grundschule "An der Ill" als Einsatzstelle für das Freiwillige Soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst
Status:öffentlichVorlage-Art:Sitzungsvorlage
Verfasser:1. Cornelia Klaumann
2. Frank Schuppener
Federführend:1 Verwaltungsdienste Beteiligt:4.1 Bildung
Bearbeiter/-in: Klaumann, Cornelia   
Beratungsfolge:
Haupt- und Personalausschuss Entscheidung
25.11.2020 
Sitzung des Haupt- und Personalausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Der Haupt- und Personalausschluss beschließt, die Grundschule „An der Ill“ in Hüttigweiler als Einsatzstelle im Bundesfreiwilligendienst und im Freiwilligen Sozialen Jahr anerkennen zu lassen und ermächtigt den Bürgermeister einen Kooperationsvertrag mit dem Diakonischen Werk Westfalen-Lippe e.V. über die Trägerschaft abzuschließen.


Sachverhalt:

Die Verwaltung beabsichtigt die Grundschule „An der Ill“ in Hüttigweiler als Einsatzstelle für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD) anerkennen zu lassen.

 

Sowohl das Freiwillige Soziale Jahr als auch der Bundesfreiwilligendienst sind Angebote an Frauen und Männer, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren.

 

Die Schulen profitieren durch Unterstützung der Lehrkräfte im Unterricht, in der Nachmittagsbetreuung oder bei der Durchführung von außerschulischen Aktivitäten. Konkret vorgesehen ist die Mitwirkung und Unterstützung bei den am Leitbild orientierten freizeitpädagogischen Angeboten der Grundschule, Übernahme von Fahrdiensten, Mitwirkung bei der lebenspraktischen Begleitung von Zuwanderern, Aussiedlern und Flüchtlingen sowie Unterstützung bei Verwaltungstätigkeiten/ Ämtergängen.

 

Die Anerkennung als Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst erfolgt im Rahmen eines formgebundenen Antragsverfahrens durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).

Neben der Anerkennung als BFD-Einsatzstelle kann auch gleichzeitig die Anerkennung als FSJ-Einsatzstelle bei der zuständigen Landesbehörde beantragt werden.

 

Jede Einsatzstelle muss sich dann einer Zentralstelle zuordnen, die die Einsatzstelle betreut und die Qualifizierung und Schulungen der Teilnehmenden durchführt. Angedacht ist hier eine Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. (DW). Die Zentralstellen vertreten die Interessen der Einsatzstellen und betreuen diese, gewährleisten einheitliche Qualitätsstandards in der pädagogischen Begleitung und üben zentrale Verwaltungsaufgaben aus.

 

 

Die Begleitung und Betreuung der Teilnehmenden im Einsatz vor Ort wird die Schulleiterin der Grundschule „An der Ill in Kooperation mit dem DW übernehmen.

 

Voraussetzung für die Anerkennung ist u.a. die Gewährleistung der Arbeitsmarktneutralität, wonach die Freiwilligen die hauptamtlichen Beschäftigten ihrer Einsatzstelle unterstützen, aber nicht ersetzen sollen. Die Personalvertretung der Grundschule an der Ill wurde beteiligt. Bedenken wurden in dieser Hinsicht nicht vorgetragen.

 

Die Kosten für die Einsatzstelle belaufen sich auf 647,00 €/Monat (Taschengeld Zuschuss 414,00 €, Bildungsleistung 255,00 €, 160,00 € Förderbetrag bei BFD - abzüglich Zuschuss Bund 190,00 € für FSJ und 350,00 € für BFD). Im Hinblick auf die Sozialversicherung ist der Bundesfreiwilligendienst einem Ausbildungsverhältnis gleichgestellt, sodass die Freiwilligen beispielsweise krankenversichert sind. Alle Zahlungen an die Freiwilligen werden vom Träger für Rechnung der Einsatzstelle vorgenommen.

 

Ein FSJ/BFD dauert i.d.R. 12 Monate, eine Verlängerung um 6 Monate ist möglich. Sollten insbes. in den Schulferien Auslastungsdefizite entstehen, können die Personen im FB 4 ausreichend Beschäftigung finden (Tafeldependance).