Auszug - Informationen zu geplanten Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet "Seifenwiese"  

Sitzung des Ortsrates Hüttigweiler
TOP: Ö 2
Gremium: Ortsrat Hüttigweiler Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 04.11.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 20:00 - 21:35 Anlass: Sitzung
Raum: Nebenzimmer der Illtalhalle
Ort:
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Ortsvorsteher Jost informiert über die bereits durchgeführte Begehung des Bereiches Seifenwiese durch Mitglieder des Ortsrates. Er kritisiert die derzeitige Verwilderung des Naturschutzgebietes und hrt aus, dass die Verwaltung sich diesbezüglich an den Ortsrat gewandt habe. Es sollten in der heutigen Sitzung verschiedene Möglichkeiten zur Rekultivierung aufgezeigt werden. Die Maßnahme werde vom Land bezuschusst.

 

Projektleiter Heintz macht anhand einer Karte auf die natürliche Vielfalt und den Erhaltungswert der einzelnen Biotope aufmerksam. Die Seifenwiese werde als "erhaltenswert und artenreich" ausgewiesen. Im Pflege- und Entwicklungsplan des Zweckverbandes sei festgelegt worden, dass die Seifenwiese wieder in eine Feuchtwiese zurückzuhren sei. Anhand einiger Bilder verdeutlicht er die Situation im Bereich der Seifenwiese. Anstatt einer Wiese erkenne man Hecken und heranwachsende Bäume. Dies sei aus Sicht des Zweckverbandes nicht wünschenswert. Die Rückentwicklung könne durch ein Zurückschneiden der Gewächse und eine vorübergehende Schafbeweidung erreicht werden. Die Beweidung solle so früh wie möglich beginnen, nach Bedarf erfolgen und durch den Hirzweiler Schäfer Weingardt umgesetzt werden. Ein Düngen der Wiese dürfe nicht erfolgen.

 

Projektleiter Heintz informiert weiterhin, dass eine seltene Orchideengattung angesiedelt sei und die Erhaltung eines solchen Gebietes durch einen Paten gesichert werden könne. Als Aufgabe eines Paten führt er aus, dass dieser lediglich die Seifenwiese kontrollieren und über Geschehnisse informieren müsse.

 

Jagdgenossenschaftsmitglied Maurer beschreibt die jetzige Seifenwiese als einen der attraktivsten Plätze zur Jagdausübung in der Gemarkung Hüttigweiler.

 

Jagdvorsteher Groß informiert über schwindende Jagdflächen aufgrund von Baumaßnahmen und Einfriedungen im Bereich Hüttigweiler. Er befürchte, dass das Gebiet um die Seifenwiese durch eine Rekultivierung an Attraktivität verlieren könne.

 

Projektleiter Heintz erklärt, dass die Jagd im Falle einer Schafbeweidung zwei Mal im Jahr für je vier Wochen unterbrochen werden müsse. Er rege an, dass der beauftragte Schäfer, die Jagdgenossenschaft und der Zweckverband Natura Ill-Theel in einem gemeinsamen Gespräch die genaue Verfahrensweise im Falle einer Beweidung erörtern sollte.

 

Seitens der Jagdgenossenschaft wird diesbezüglich Kompromissbereitschaft signalisiert.


Beschluss:

 

Der Ortsrat stimmt einer Patenschaft für das Gebiet Seifenwiese zu.


Abstimmungsergebnis: einstimmig