Auszug - Informationen zum Naturschutzgroßprojekt LIK.Nord  

Sitzung des Ortsrates Wustweiler
TOP: Ö 2
Gremium: Ortsrat Wustweiler Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 23.02.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 21:20 Anlass: Sitzung
Raum: Begegnungsstätte "Alt School"
Ort:
5.0/046/2012 Informationen zum Naturschutzgroßprojekt LIK.Nord
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Sitzungsvorlage
Verfasser:Ludger Wolf
Federführend:5 Wirtschaft, Umwelt und Entwicklung Bearbeiter/-in: Schwarz, Andreas
 
Wortprotokoll

Detlef Reinhard, Geschäftsführer des Zweckverbandes LIK.Nord, und Gemeindebeschäftigter Wolf stellen anhand einer Beamerpräsentation den Pflege- und Entwicklungsplan für das Naturschutzgroßprojekt „Landschaft der Industriekultur Nord“ vor. Geschäftsführer Reinhard führt dabei aus, dass sich das Gesamtprojekt in vier Landschaftslabore „Vogelzug und wilde Weiden“, Neuerfindung der Bergmannskuh“, „Forstwirtschaft und natürliche Prozesse“ und „Bergbaufolgelandschaft“ gliedere. Die Gemeinde Illingen sei durch die Überlegungen zur Entwicklung des Gebietes um den Kohleschlammweiher „Hahnwies“ betroffen, dort sollten im Rahmen zweier Landschaftslabore spannende Erlebnisweiden geschaffen werden.

 

Das Gelände „Hahnwies“ habe einen hohen Wert als Brut- und Zuggebiet für Vögel. Um dieses Potential weiter zu etablieren werde der Weiher nicht mehr überall zugänglich sein, dafür würde jedoch ein attraktives Wegesystem mit zwei Beobachtungskanzeln angelegt werden. Neben dem Raum für Wasservögel sei ein ganzjähriges Beweidungsprojekt mit Rindern und Pferden geplant. Ziel sei es, die Leere, die durch das Ende des Bergbaus entstanden sei, wieder mit neuem Leben zu füllen. Illingen könne sich auf eine einmalige Landschaft freuen, eine Art „Saarengeti“ solle das Profil der Gemeinde in Sachen Naturschutz weiter schärfen. 

 

Im Rahmen des Landschaftslabors "Neuerfindung der Bergmannskuh" sei vorgesehen, die aus Naturschutzsicht wertvollen Wiesenflächen am Stockberg zu erhalten und mit naturschutzkonformer Nutzung zu sichern. Aus diesem Grund solle der vorhandene Bebauungsplan so geändert werden, dass die vorgesehenen Flächen für den Naturschutz vorgehalten werden.

 

Nach intensiver Diskussion nehmen die Mitglieder die Informationen zustimmend zur Kenntnis.