Auszug - Pflege- und Entwicklungskonzept des Zweckverbandes LIK.Nord im Bereich Zeisweilerhof  

Sitzung des Ortsrates Hüttigweiler
TOP: Ö 3
Gremium: Ortsrat Hüttigweiler Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 17.03.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:01 - 20:07 Anlass: Sitzung
Raum: Nebenzimmer der Illtalhalle
Ort:
 
Wortprotokoll

 

Der Vorsitzende teilt mit, dass der Zweckverband LIK.Nord für die Sandgrube Zeisweilerhof ein Pflege- und Entwicklungskonzept erstellt habe. Der Ortsrat sei bereits vor den dort durchgeführten Rodungen vor Ort gewesen und informiert worden, dass ortsuntypische Bäume entfernt werden sollen. Dennoch sei der Ortsrat entsetzt darüber gewesen, wie viele Bäume entfernt worden seien, wodurch aktuell eine sehr verwüstete Fläche entstanden sei. In der heutigen Sitzung sei der Geschäftsführer des Zweckverbandes LIK.Nord Ulli Heintz anwesend, um den Ortsrat über die Planungen für diesen Bereich zu informieren.

 

Ulli Heintz informiert, dass der Gemeinderat dem Pflege- nd Entwicklungskonzept bereits vor mehreren Jahren  zugestimmt habe. Der geplante Bereich habe früher eine herausragende naturschutzfachliche Qualität gehabt, sei mit den Jahren jedoch zunehmend zugewachsen. Da in der Natur generell zu wenige offene Flächen vorliegen würden, welche zum Insektenschutz beitragen, seien hier einige Bäume abgeholzt worden, um eine neue offene Fläche schaffen zu können. Er teilt weiter mit, dass die Fläche zwar zunächst ein sehr verwüstetes Bild abgeben würde, jedoch vermutlich im Laufe des Jahres bereits ein großes Potenzial an Blühpflanzen zu sehen sein werde, welche bisher aufgrund der Vielzahl an Bäumen nicht mehr gewachsen seien. Die vorliegenden Flächen sollen zudem anderweitig genutzt werden, um eine erneute geschlossene Vegetation zu verhindern. Im Bereich der Fichtenbäume soll daher auch eine Weidennutzung integriert werden. Der aktuelle Zustand sei somit nur vorübergehend. Die bisher noch dort liegenden Pflanzenreste werden außerdem nach der Abtrocknung noch gehäckselt und abgefahren werden.

 

Der Vorsitzende spricht in diesem Zusammenhang den dort befindlichen, stark frequentierten Wanderweg an. Die Gemeinde habe bereits viel Geld in den Ausbau von Themenwegen im Gemeindegebiet gesteckt. Aus diesem Grund sollte darüber nachgedacht werden, auch schon bestehende Wege, wie den Rundwanderweg am Zeisweilerhof, besser auszubauen.

 

Bezüglich des Wanderweges teilt der Vorsitzende mit, dass der früher genutzte Weg über den Zeisweilerhof mittlerweile nicht mehr genutzt werden könne. Aktuell werde von den Bürgerinnen und Bürgern daher der Weg südlich der vom LIK.Nord beplanten Fläche genutzt. Dieser sei jedoch zu manchen Zeiten im Jahr beweidet und somit in dieser Zeit nicht nutzbar, sodass in dieser Zeit auf den Weg in Richtung Wemmetsweiler ausgewichen werden müsse, welcher sich jedoch in sehr schlechtem Zustand befinde. Da sich ein Teil dieses Weges auf der Gemarkung Wemmestweiler und somit auf dem Gebiet einer anderen Gemeinde befinde, sei es jedoch schwierig eine dauerhafte Instandhaltung des gesamten Weges zu garantieren.

 

Michael Klein, Besitzer des Zeisweilerhofes, teilt mit, dass der Insektenschutz im Bereich der Landwirtschaft schon lange von Bedeutung sei, weshalb er die Planungen des Zweckverbandes für die Fläche Sandgrube Zeisweilerhof ebenfalls unterstütze. Bezüglich des Wanderweges habe er schlechte Erfahrungen gemacht, da durch die Nutzung der Strecke über den Hof, gefährliche Situationen mit den dort genutzten Fahrzeugen entstehen könnten. Die größte Problematik würden die Fahrradfahrer darstellen, welche mit überhöhten Geschwindigkeiten über den Hof fahren. Im Einfahrtsbereich des Hofes wurde bereits ein neues Tor mit entsprechender Beschilderung angebracht, um die Nutzung des Hofes einzuschränken. Auf den bewirtschafteten Flächen wurden zudem Wiesenstreifen angelegt, damit die Bürgerinnen und Bürger diese als Weg nutzen können. Außerdem sei der bereits vom Vorsitzenden angesprochene Teil des Weges bis zu vier Wochen im Jahr beweidet und somit nicht nutzbar. Aus Sicherheitsgründen könne er den Durchgang auf dieser Fläche eigentlich gar nicht erlauben, er dulde es jedoch aktuell. Er informiert weiter, dass er den Weg in Richtung Wemmestweiler bereits teilweise ausgebessert habe, die Gemeinde jedoch hier in der Pflicht sei, tätig zu werden, da die Fläche ihm nicht gehöre.

 

Der Vorsitzende schlägt einen gemeinsamen Termin mit Ulli Heintz und Michael Klein vor, um sich die Situation vor Ort noch einmal anzuschauen und gegenfalls eine Lösung zu finden. Der Ortsrat stimmt dem Vorgehen zu.