Auszug - Vorstellung des Kulturprogramms für das 1. Halbjahr 2021  

öffentliche Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales, Kultur, Gesundheit
TOP: Ö 1.4
Gremium: Ausschuss für Jugend, Soziales, Kultur, Gesundheit Beschlussart: (offen)
Datum: Mi, 25.11.2020 Status: öffentlich
Zeit: 17:07 - 18:22 Anlass: Sitzung
Raum: Saal der Illipse, Illingen, Burgweg 4
Ort:
KuB/016/2020 Vorstellung des Kulturprogramms für das 1. Halbjahr 2021
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Sitzungsvorlage
Verfasser:Gabi Steuer
Federführend:Kulturbeauftragte Bearbeiter/-in: Klaumann, Cornelia
 
Wortprotokoll

Bürgermeister Dr. König blickt auf das Jahr 2020 zurück und resümiert, dass in den vergangenen Monaten die meisten Veranstaltungen pandemiebedingt abgesagt werden mussten, was die gesamte Veranstaltungsbranche in eine schwere Krise gestürzt habe.  

 

Er führt aus, dass während der Phase des Lockdowns im Frühjahr 2020, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Illtonic“, sechs Live-Stream-Konzerte mit jungen und etablierten Künstlern aus der Region wie Esther und Lea Birringer, Sebastian Volz und Wolfgang Mertes, dem Duo Mrs. Train, Myriam und Daniel Franke, dem Organisten Christian Holz sowie der Partyband „Die Konsorten“ durchgeführt werden konnten.

 

Im Sommer seien zwei große Burgfestivals als Open Air Veranstaltungen mit Künstlern wie dem Zauberer Martin Mathias, der Pete Miller Band, der Spider Murphy Gang und Gentleman veranstaltet worden. Die Konzerte hätten mit enormem organisatorischen Aufwand und unter strenger Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln erfolgreich durchgeführt werden können. Die Gemeinde habe durch den Mut, die Veranstaltungen unter diesen besonderen Bedingungen durchzuführen, Engagement gezeigt, den existenzbedrohten Künstlern in dieser Ausnahmesituation eine Plattform zu schaffen. Dies sei sowohl in der regionalen und überregionalen Kulturszene, als auch von den Bürgerinnen und Bürgern durchweg positiv wahrgenommen worden.

 

Zwischen September und Oktober habe man, unter Einhaltung strenger Auflagen, auch im Kulturforum Illipse nochmal für kurze Zeit zum „Live-Programm“ zurückkehren und Veranstaltungen wie „Ein Abend mit Rainer Calmund“ oder den Konzertabend mit Liedern von Caterina Valente mit bis zu 200 Zuschauern stattfinden lassen können.

 

Angesichts der aktuellen Pandemielage und dem erneut rasanten Anstieg der Infektionszahlen, sei man allerdings überein gekommen, im kommenden Jahr auf die traditionsreichen Veranstaltungen wie den Neujahrsempfang des Bürgermeisters, das Neujahrskonzert des Amici Cantus sowie die geplante Operette „Wiener Blut“ zu verzichten.

 

Stellvertretende Kulturamtsleiterin Steuer führt zum Kulturprogramm 2021 aus, dass für das anstehende Jubiläumsjahr „20 Jahre Illipse“ bereits ein abwechslungsreiches Angebot geplant worden sei. Allerdings haben einige der Veranstaltungen bereits jetzt abgesagt werden müssen, da sie mit einer reduzierten Zuschaueranzahl finanziell nicht umsetzbar seien.

 

Für andere fest eingeplante Veranstaltungen, wie beispielsweise die Musicalaufführung des Kinderchores „Ill Choretto“, die im kommenden Jahr ebenfalls nicht wie gewohnt durchgeführt werden könne, sei man derzeit dabei ein Alternativkonzept zu erstellen. Geplant sei, die Aufführung ohne Zuschauer und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände durchzuführen und anschließend dem Publikum die Filmaufnahmen online bereitzustellen.

 

Anschließend gibt sie einen kurzen Überblick über die im ersten Halbjahr 2021 anstehenden Veranstaltungen, die man im Falle gelockerter Coronaregeln, mit einer maximalen Zuschauerzahl von bis zu 100 Personen in der Illipse durchführen könne.

 

Dies seien zum Beispiel ein Jazzkonzert mit dem Schlagzeuger Wolfgang Haffner, ein Schlagerabend mit Andreas Nagel, ein Udo Jürgens Tribute Abend, Kinder- und Jugendfaschingsveranstaltungen mit dem Theater Überzwerg, ein Kabarett mit dem Titel „Dem Jakob sein Weg“, ein Musicalabend mit Frank Nimsgern sowie verschiedene Jazz-, Klassik- und Popkonzerte.

 

Stellvertretende Kulturamtsleiterin Steuer erläutert, dass die Künstler dabei auf einen Großteil der üblichen Gagen verzichteten, damit die Veranstaltungen mit einer reduzierten Zuschauerzahl finanziell überhaupt umsetzbar seien.

 

Des Weiteren gibt sie zur Kenntnis, dass die Unwägbarkeiten in Bezug auf die Entwicklung der Pandemielage die Veranstaltungsplanung enorm erschwerten. Um zum Beispiel das geplante Konzert mit der Band Maybebop im Mai ohne finanzielle Einbußen veranstalten zu können, müsste die zu diesem Zeitpunkt gültige Corona-Verordnung, die Durchführung von Veranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern erlauben. Falls dies nicht möglich sein werde, müsse man auch dieses Konzert leider absagen.

 

Eine weitere Alternative über die derzeit pandemiebedingt nachgedacht werde, sei zum Beispiel das für Juni geplante Chorkonzert von Querbeat gemeinsam mit dem Jazzchor Freiburg gegebenenfalls als Open Air Veranstaltung durchzuführen.

 

Außerdem gibt sie bekannt, dass für den Fall, dass das Burg- und Weiherfest auch im kommenden Jahr nicht im gewohnten Rahmen stattfinden könne, alternativ wieder eine Reihe mit Burg Open Air Konzerten in Planung sei.

 

Die Vielzahl eingehender Anfragen seitens der Künstler nach der Durchführung von Veranstaltungen und ihre Bereitschaft die Gagen auf ein Minimum zu reduzieren zeige wie ernst die Lage in der Veranstaltungsbranche sei und dass die Künstler aufgrund der Ausnahmesituation existenziell bedroht und auf Unterstützung angewiesen seien.