Auszug - Information zum aktuellen Stand des Projekts "Feuerwehrgerätehaus Ost"  

Öffentliche Sitzung des Ortsrates Hüttigweiler
TOP: Ö 7
Gremium: Ortsrat Hüttigweiler Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 03.02.2020 Status: öffentlich
Zeit: 18:08 - 19:44 Anlass: Sitzung
Raum: Gasthaus "Zum Bamert"
Ort:
 
Wortprotokoll

 

Ortsvorsteher Jost berichtet, dass im Löschbezirk Ost vermehrt Unruhe bezüglich des Standortes des Feuerwehrgerätehauses entstanden sei. Aktuell werde geprüft, ob das ehemalige Betriebsgelände der Firma Stahlhandel Weiskircher in Welschbach als möglicher Standort infrage komme. Dazu seien bereits Bodenproben entnommen worden. Der Vorsitzende führt aus, dass sich die Feuerwehrangehörigen aus Hüttigweiler allerdings gegen diesen Standort ausgesprochen hätten. Sollte die Entscheidung für Welschbach fallen, würden diese ihr Amt niederlegen.

 

Er gibt weiter zur Kenntnis, dass auch die zu erwartenden Ausrückezeiten für Teilbereiche in Hüttigweiler noch nicht abschließend geprüft worden seien. Seines Wissens nach sei diese Prüfung früher durch ein vom Innenministerium beauftragtes Institut durchgeführt worden. Jetzt werde diese Prüfung wohl von der Gemeinde selbst übernommen werden müssen.

 

Ortsvorsteher Jost informiert, dass als weiterer möglicher Standort ein Grundstück zwischen Welschbach und Hüttigweiler neben dem Wohnhaus der Familie Weyrich diskutiert werde. Nicht geklärt sei allerdings, ob das Grundstück zum Verkauf stehe und wie hoch die Kosten für den abzutragenden Hang seien.

 

Er äußert sein Unverständnis für die Ablehnung des Standortes neben der evangelischen Kirche Hirzweiler. Laut dem in Auftrag gegebenen Gutachten beliefen sich die Baukosten hier auf 6,5 Mio. €. Dabei sei jedoch als Grundlage für die Berechnung der Bau eines Gerätehaues in einer Großstadt herangezogen worden. Er vertrete die Auffassung, dass dieser Standort auf Grund der mittlerweile geänderten Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat unrentabel gerechnet worden sei. Er rege daher an, Gespräche mit der evangelischen Kirche zu führen, um einen Bau des Gerätehaues ohne Einbeziehung des Kirchengebäudes zu ermöglichen. Im Gegenzug könne man die Kirche mit Hilfe eines Kirchenvereins unterstützen, um das Gebäude etwa in eine Konzertkirche umzufunktionieren.

 

Erster Beigeordneter Metzinger führt aus, dass sich der Standort allein auf Grund der Finanzierung als problematisch erwiesen habe. Im Haushalt seien sowohl der Bau des Gerätehauses Ost als auch der Bau für den Löschbezirk Illingen mit jeweils 2 Mio. € veranschlagt, wovon je 80 % durch einen Zuschuss von Seiten des Ministeriums gedeckt würden. Diese Ansätze seien in beiden Fällen jedoch unrealistisch, weshalb auch der Bau in Illingen noch nicht gesichert sei.

 

Ortsvorsteher Jost erklärt, dass sich die Kosten bei beiden Gerätehäusern auf je 3,5 Mio. € belaufen werden. Daher sei es die Aufgabe der Verwaltung, Gespräche mit dem Innenministerium bezüglich einer höheren Bezuschussung zu führen.

 

Mitglied Nies schlägt vor, Gespräche mit der Feuerwehrführung des Löschbezirks Ost zu führen, um die aktuelle Problematik zu erläutern.

 

Mitglied Anspach-Papa bittet darum, zur Gewährleistung des Brandschutzes die Umsetzung des Projektes voranzutreiben.

 

Der Vorsitzende weist abschließend darauf hin, dass sich die Feuerwehrleute derzeit im Obergeschoss ihres Gerätehauses umziehen müssten. Dies verstoße gegen die Vorschriften der Berufsgenossenschaft.