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Neue Drehleiter in Illingen nun einsatzbereit



Nachdem im Februar die 1992 zugelassene Drehleiter im Löschbezirk Illingen mehrfach bei Einsätzen ausgefallen war (wir berichteten), konnte nun bereits vier Monate später die neue Drehleiter der Firma Rosenbauer durch Löschbezirksführer Sven Haben einsatzbereit am Standort gemeldet werden. Vergangene Woche erreichte die Delegation, die zur Einweisung in das Rettungsgerät zwei Tage nach Karlsruhe gefahren war, das Gerätehaus in Illingen.

„In einer phänomenalen Gemeinschaftsaktion haben Gemeinderat, Verwaltung und der Regiebetrieb Feuerwehr, mit massiver Unterstützung von Kreisbrandinspekteur Werner Thom a.D. und Landrat Sören Meng, in Rekordzeit eine neue Drehleiter beschafft“ so Bürgermeister Dr. Armin König auf seiner Facebookseite in einem Videostatement.

Das neue Fahrzeug stammt von der Firma Rosenbauer aus Karlsruhe und war als Vorführfahrzeug bereits im März in Illingen vorgeführt worden. Nach der Ausschreibung und Bestellung im April wurde dieses auf die Wünsche des Löschbezirks angepasst und vorhandene Gerätschaften eingebaut. Ausgestattet mit der mordernsten Technik wie Videoüberwachung von Korb und Boden, können nun auch durch Schwerlasttragen und Rettungsbühnen für Rollstuhlfahrer, schwierigste Personenrettungen durchgeführt werden. Bis Dato konnte man bei schwierig zu erreichenden Stellen in Hinterhöfen oder über den Dachfirst hinaus, nur auf die 2006 in Dienst gestellte Drehleiter aus Neunkirchen zurückgreifen. In Zukunft können diese Einsatzlagen selbst abgearbeitet werden. Das Fahrzeug ist baugleich mit der neuen Drehleiter aus Ottweiler. Die neue Gelenkdrehleiter benötigt 5,35 Meter Abstand zwischen Fahrzeugaußenseite und Anleiterobjekt. Den 180-Grad-Schwenk mit angewinkeltem Korbarm schafft die neue XS bereits ab einer Straßenbreite von 8,70 Meter. Um den Korb vorm Fahrzeug absetzen zu können, wird lediglich eine 2,50 Meter lange Freifläche benötigt. Dies sind enorm geringe Maße, die den Einsatz in engen Straßen erheblich erleichtert.

„Das ist kein Luxus, sondern knallharte Notwendigkeit“ bestärkte Dr. Armin König seine Aussage über das Fahrzeug, das zu 50 % durch angesparte Mittel aus der Feuerschutzsteuer vom Landkreis finanziert wurde. Kauf und Finanzierung waren eigentlich für 2020/2021 vorgesehen und konnte nur durch eine Rückstellung eines Fahrzeuges des Löschbezirks Uchtelfangen realisiert werden. Die offizielle Einweihung wird demnächst im Rahmen eines kleinen Festaktes erfolgen.

 

 

Zahlen - Daten - Fakten:

Hersteller: Firma Rosenbauer
Fahrgestell: Mercedes Atego, 299 PS, Allison Automatikgetriebe
Typ: L32A-XS 3.0
Arbeitshöhe: 32 m
Ausladung: 23 m
Leiterpark: 5teilig, abneigbarer Korbarm
Korb: 500 kg Nutzlast

 

 

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