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Uchtelfanger Jugendzentrum eröffnet

Von der Idee zum neuen Treff

In gemütlicher Atmosphäre ist am Wochenende das neue Jugendzentrum in Uchtelfangen eröffnet worden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft nahmen an der Einweihung teil. Bürgermeister Andreas Hübgen durchschnitt gemeinsam mit Umweltministerin Petra Berg, Ortsvorsteher Stefan Maas, den Jugentlichen und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalpolitik symbolisch das rote Band.

Das neue Jugendzentrum ist das Ergebnis eines außergewöhnlich langen und intensiven Beteiligungsprozesses, der bereits im Jahr 2018 begann. Nachdem die bisherigen Räumlichkeiten weggefallen waren, ergriffen die Jugendlichen selbst die Initiative. In Jugendhearings und Zukunftswerkstätten entwickelten sie erste Ideen. Zunächst für eine Übergangslösung wie ein Container- oder Bauwagen-Jugendzentrum. Unterstützt wurden sie dabei vom Jugendbüro, das sie fachlich begleitete und ihnen den Zugang zu politischen Entscheidungsprozessen ermöglichte.

Mit großem Engagement präsentierten die Jugendlichen ihre Konzepte in Ortsratssitzungen, beteiligten sich an Bürgerveranstaltungen und organisierten sogar eigenständig Fördermittel und Spenden. Aus der ursprünglichen Übergangslösung entwickelte sich im Laufe der Jahre die Vision eines dauerhaften Jugendzentrums. Politik, Verwaltung und junge Menschen arbeiteten dabei eng zusammen. Dabei entstand ein Prozess, der von Transparenz, Mitbestimmung und demokratischer Teilhabe geprägt war.

Ein zentraler Diskussionspunkt war lange Zeit die Standortfrage. Umso größer ist nun die Freude, dass sich der Wunschstandort der Jugendlichen durchgesetzt hat. Das Jugendzentrum liegt zentral im Ort, gleichzeitig im Grünen, direkt an einer Sporthalle und Skateranlage sowie in der Nähe des Schulkomplexes. Diese Lage bietet ideale Voraussetzungen und so entsteht ein lebendiger Treffpunkt mitten im Ort.

Ein besonderer Meilenstein war der Beteiligungsprozess im Jahr 2023. Rund 30 Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren erarbeiteten in einer professionell begleiteten Zukunftswerkstatt den Grundriss des Gebäudes. Dieser wurde anschließend maßstabsgetreu in einer Turnhalle nachgebaut, sodass die Jugendlichen ihr zukünftiges Zentrum bereits vorab „begehen“ konnten. Ihre Ideen und Bedürfnisse flossen direkt in die Planung ein und prägten das Raumkonzept entscheidend.

Neben dem baulichen Ergebnis stand stets auch ein pädagogisches Ziel im Mittelpunkt: Jugendliche sollten erfahren, dass ihre Stimme zählt und sie ihren Lebensraum aktiv mitgestalten können. Viele der damals engagierten Jugendlichen sind heute bereits junge Erwachsene. Ihr Einsatz war jedoch maßgeblich für die Realisierung des Projekts.

Insgesamt wurden knapp über 300.000 € an Fördermitteln bei dem neuen Jugendzentrum in die Jugendarbeit im ländlichen Raum investiert. Rund 90 % der Kosten werden durch Förderprogramme des Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz sowie des Ministerium für Inneres, Bauen und Sport getragen (ELER 43 %, GAK 32 %, MIBS 15 %), während die Gemeinde Illingen einen Eigenanteil von 10 % übernimmt. Zudem gab des Fördergelder des Landkreises Neunkirchen.

Bürgermeister Andreas Hübgen betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Projekts: „Hier entsteht ein lebendiger Treffpunkt für Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft. Für unsere Jugendlichen bedeutet das Raum für Ideen. Raum für Gemeinschaft. Raum für Zukunft. Und für Uchtelfangen bedeutet dies Zusammenhalt und eine starke Ortsmitte.“

Auch am Tag der Eröffnung wurde der neue Treffpunkt noch einmal sichtbar bereichert: Die LEVO Bank stellte im Rahmen der Aktion „130 Lieblingsbänke für eure Lieblingsorte“ eine eigene Bank zur Verfügung. Diese wurde pünktlich zur Einweihung angeliefert und vor Ort aufgestellt und lädt künftig zum Verweilen rund um das Jugendzentrum ein.

Mit dem neuen Jugendzentrum ist nicht nur ein moderner Treffpunkt entstanden, sondern auch ein sichtbares Zeichen für gelungene Jugendbeteiligung und gemeinschaftliches Engagement.

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