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45 Millionen Euro – Das sind die Investitionen für die nächsten Jahre

Bereits zwei Wochen nach Ernennung lud Bürgermeister Andreas Hübgen zum großen Pressegespräch ins Rathaus ein. Dabei stellte er seinen Fahrplan für die kommenden sechs Jahre als Rathauschef vor. 

Im großen Sitzungssaal des Rathauses Illingen begrüßte Bürgermeister Andreas Hübgen zusammen mit allen Fachbereichsleitern, Stabstellenleiterin und Stabstellenleiter die Vertreter der Presse. Er ist seit dem 4. Oktober im Amt und möchte keine Zeit verstreichen lassen, um wichtige Kernprojekte anzugehen.

Insgesamt werden in den nächsten Jahren 45 Mio. Euro an Eigenmitteln investiert. Darunter gehören Projekte in der frühkindlichen Bildung, denn in Kitas und den Grundschulen wird massiv investiert. Die grundlegende Sanierung der Straßen steht auch auf der Agenda. Um die Mehrbelastung des Einzelnen so gering wie möglich zu halten, wird eine Gebühr erhoben, die diese Mehrbelastungen auf alle Schultern verteilt - Die „Wiederkehrende Beiträge“. Für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Illingen wird es 2024 den Spatenstich und Baubeginn geben. Für das Grundstück des Löschbezirks Ost in Hirzweiler sollte noch in diesem Jahr der Kaufvertrag mit der Evangelischen Kirche unterzeichnet werden. Am neuen Standort des Feuerwehrgerätehauses Illingen, wo auch schon das THW neu gebaut hat, kann sich Hübgen eine Bündelung der Hilfsorganisationen vorstellen. Alles an einem Platz – Das ist das Motto: THW, Feuerwehr, DRK, DLRG, und eine neue Rettungswache. Ein „Leuchtturmprojekt für das Saarland“ soll es werden.

In Illingen hat die Kultur in der Vergangenheit eine große Rolle gespielt. Das soll auch so bleiben. Die Illipse wird auch in Zukunft mit hochkarätigen Künstlern bespielt. Zudem werden regionale Bands und Künstler eine noch größere Rolle spielen. Auch die vielfältigen Dorffeste, Patronatsfeste und nicht zuletzt die „Illinger Faasend“ werden weiterhin unterstützt. „Kultur ist vielseitig und wichtig für eine attraktive und lebenswerte Gemeinde“ so der Bürgermeister im Pressegespräch. Die Gemeinde Illingen unterstützt auch weiterhin Großveranstaltungen wie das Burg- und Weiherfest, das Burg-Open-Air und die saarländischen Fototage PHOTON. In 2024 wird es auf dem Burgplatz wieder einen Mittelaltermarkt geben. Die Unterstützung regionaler Vereine gehört ebenfalls zum Kulturangebot in der Gemeinde.

Unsere Vereine werden zukünftig stärker unterstützt. Die Stärkung des Ehrenamtes ist ein wichtiger Eckpunkt der Gesellschaft. Die „Stiftung für Illinger Bürger“ soll erweitert werden und auch regionale Vereine unterstützen zu können. Damit wird eine neue Grundlage der Ehrenamtsstärkung geschaffen.

In der Kinder- und Jugendarbeit wurde ein Streetworker eingestellt. Dieser will die Jugendlichen einbinden, denn eine Verdrängung ist keine Lösung. Ein kommunaler Ordnungsdienst gehört genauso zum Sicherheitskonzept wie auch klare Ansagen. „Wer in Illingen leben will, muss sich auch an Regeln halten oder mit strikten Konsequenzen rechnen.“ Ein klarer Standpunkt von Andreas Hübgen.

Zur Sicherheit gehört auch Sauberkeit als wichtige Säule einer intakten Gesellschaft. In Illingen gibt es eine aktive CleanUp-Bewegung mit guten Ideen. Hier ist eine aktive Zusammenarbeit zum Vorteil Aller.

Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger ist Andreas Hübgen besonders wichtig. Zusammen mit den Ortsvorstehern möchte der Bürgermeister ab 2024 in allen Ortsteilen gemeinsame Bürgerspechstunden einrichten. Die Bürgerinnen und Bürger sollen unkompliziert die Möglichkeit haben, mit dem Bürgermeister und der Gemeindeverwaltung in Kontakt zu treten. Dazu gehört ein stetiger Ausbau unter anderem der Onlineangebote für die Bürgerdienste und die Einführung eines Mängelmelders.  

Nicht überall kann die Gemeindeverwaltung Nägel mit Köpfen machen. So wie bei der mittlerweile geschlossenen Rehaklinik. Diese ist im Eigentum der katholischen Kirche. Ziel ist hier, zusammen mit der Bevölkerung ein Konzept zu erstellen, welches den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht wird. Eine gute Betreuung für alle Generationen ist das Thema. 

In den Kitas fehlen aktuell 66 Betreuungsplätze, was eindeutig zu viel ist. Hier wird stark diskutiert, um Lösungen zu finden – Und dass unabhängig der Trägerschaft. 

Andreas Hübgen ist zum Zeitpunkt des Pressegesprächs zwei Wochen im Amt. Im Interview verrät er, dass er einmal abends zuhause sehr müde, aber glücklich in den Feierabend angekommen ist. „Das Amt hat eine sehr große Verantwortung, der ich mich gern stelle. Ich bin sehr ambitioniert, denn es gibt viel zu gestalten. Ich habe in den letzten beiden Wochen eine sehr motivierte Verwaltung kennengelernt, was mich zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt“ so der neue Bürgermeister. Es gibt viele Herausforderungen, denen wir uns stellen wollen. „Das wird uns jedoch nicht ohne konkrete Unterstützung von Bund und Land gelingen, hier sind alle gemeinsam in der Verantwortung“ so Hübgen. Der Klimawandel und die Energiewende gehören dazu. Es werden langfristige Lösungen und Konzepte gesucht. Dazu wird es ein neues Zukunftskonzept „Illingen 2050“ mit Workshops und Bürgerbeteiligung geben.

 

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