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Burg Kerpen

Die Ill umfließt die Burg in einem Bogen, der sich von Wemmetsweiler bis Hosterhof erstreckt. Hier war das ganze Tal in früheren Zeiten sumpfig und damit schwer zugänglich. So bot es der Festung guten Schutz. Vielleicht ist die Burg ursprünglich eine Fliehburg gewesen und geht zurück auf die Zeit nach der fränkischen Landnahme (7./8. Jh.). Urkundlich erwähnt wird sie erst 1359, in diese Zeit datiert Walther Zimmermann die Burg in ihren Grundzügen.

Ihre Abgeschlossenheit, die einen gewissen Schutz nach Außen gewährleistet, ist noch heute spürbar, wenn man im Burgviereck steht: Das Hofrechteck (20,5 x 24,4 Meter) wird von kräftigen Mauern umfasst, die heute nur noch den Straßenlärm abschirmen. Die beiden südlichen Ecken markieren Reste von Türmen. Die Fläche ist von Linden beschattet - ein idealer Platz zum Ruhen und zum Feiern.

Das Jahr 1913, in dem die mittlere, die Jubiläumslinde gepflanzt worden ist, bedeutet eine Wende im Schicksal der Burg: Sie ging (nachdem sie ein Jahrhundert lang unbewohnt und als Steinbruch genutzt worden war) in den Besitz der Gemeinde über und es begannen umfangreiche Sanierungen unter der Leitung von Kreisbaumeister Dr. Eberbach. Von ihm stammen auch vier Zeichnungen zur Entwicklung der Burg Kerpen und des Ortes Illingen, die eine ungefähre Vorstellung geben können, keineswegs aber nachgewiesene Rekonstruktionen sind!

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