Mehrfachbeauftragung für das Feuerwehrgerätehaus Ost


Entwurf 2 - Bayer & Strobel, Kaiserslautern


Entwurf 1 - 3bstoff, Saarbrücken


Entwurf 3 - BBT, Illingen


Die Jury bei der Begutachtung der Entwürfe

Lediglich fünf Wochen hatten die ausgewählten Architekturbüros Zeit, einen ersten Entwurf für das Feuerwehrgerätehaus für den Löschbezirk Ost an der ev. Kirche in Hirzweiler vorzulegen.
Die Aufgabe war, ein Feuerwehrgerätehaus zu entwerfen, das sich mit der denkmalgeschützten Kirche verträgt, mehr noch, sie in die Nutzung mit einbezieht. Denn das Ziel war, die Zustimmung vom Landesdenkmalamt für den geplanten Neubau zu erhalten.

Am Freitag, 15. März, war Abgabetermin. Ihm folgte die Sitzung der Jury am Montag, 18. März, auf dem Fuß. Als stimmberechtigte Mitglieder waren berufen und anwesend: Bürgermeister Dr. Armin König, Ortsvorsteher Ralf Fischer (Stellvertreter), Ortsvorsteher Guido Jost, Wehrführer Sascha Cattarius, Löschbezirksführer Holger Keller, Ratsmitglieder Gerhard Groß, Christine Huwer, Hans-Peter Metzinger, Hans-Dieter Schwarz und Arno Woll. Beratende Mitglieder waren der für Illingen zuständige Denkmalpfleger Mario Reuter, der bauberatende Architekt der ev. Landeskirche im Rheinland, Oliver Conzelmann, die Gemeindebeschäftigte Dr. Andrea Berger und Fachanwalt Olaf Jaeger. Letzterer hat den gesamten Prozess begleitet.

Vier Büros waren aufgefordert worden und haben teilgenommen. Die beiden Entwürfe von Stein Hemmes Wirtz aus Kasel fanden keine Zustimmung bei der Denkmalpflege, denn die Neubauten bleiben ohne Verbindung mit der Kirche und dominieren mit zum Teil 7 m hohen Böschungen. Von den vier Entwürfen des Illinger Büros BBT kam einer in die engere Auswahl, allerdings wirken die Baukörper etwas uneinheitlich.

Entwurf 1 - 3bstoff, Saarbrücken
Sehr pfiffig ist der Entwurf von 3bstoff, der, von der Kirche ausgehend, den Neubau als Keil ausformt. Zwar sind alle Raumanforderungen untergebracht, aber es entstehen der Form geschuldete Quetschungen und Umwege. Der eingeschossige Neubau, der auf Fußbodenniveau der Straße ansetzt und am Anschluss an die Kirche von einer Böschung überdeckt wird, nimmt respektvoll Rücksicht auf das Denkmal und seine städtebauliche Dominanz.

Entwurf 2 - Bayer & Strobel, Kaiserslautern
Das Erscheinungsbild des Entwurfs ist noch unbestimmt, deshalb hat es eine Weile gedauert, bis sämtliche Jurymitglieder diesen Vorschlag zum Favoriten erklärten. Er überzeugt durch seine klare Raum- und Wegestruktur und seine hohe Funktionalität. Gleichzeitig nimmt sich der Neubau maximal zurück: das flache schlichte Rechteck steht auf Straßenhöhe und schiebt sich bis zur hinteren Kante der Kirche in den Hang. So kann die ev. Kirche Hirzweiler ihre städtebauliche Wirkung ungehindert weiter entfalten.

Der nächste Schritt zum neuen Feuerwehrgerätehaus für den Löschbezirk Ost sollte die zustimmende Stellungnahme der Denkmalpflege zum Bebauungsplan sein.

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