Virtuelles Mehrgenerationenhaus



18 Bewerbungen für vier neue Virtuelle Mehrgenerationenhäuser. Über 100 Interessierte hatten sich bis Ende Mai zur Teilnahme am Projekt beworben. In den neuen Virtuellen Mehrgenerationenhäusern in Freisen, Heusweiler, Illingen und Homburg kommen 70 Teilnehmer aus verschiedensten Generationen zusammen, um gemeinsam das Internet zu erkunden und via interaktiver Kommunikationsapps miteinander zu plaudern. Wie kann ich den Generationenzusammenhalt und die Nachbarschaftshilfe in der Kommune via Smartphone und Tablet stärken? Das war die Ausgangsfrage für das 2016 gestartete Modellprojekt „Virtuelles Mehrgenerationenhaus“ der Kampagne Onlinerland Saar. Zwei Jahre und über 150 Veranstaltungen später spiegelt sich der Erfolg des deutschlandweit einzigartigen Modellprojekts in der Eröffnung von vier neuen Projektkommunen im Landkreis St. Wendel/Ortsteil Freisen, in der Gemeinde Heusweiler, der Gemeinde Illingen und der Universitäts- und Kreisstadt Homburg wider. Sie reihen sich damit in eine Liste saarländischer Kommunen ein, welche bereits jetzt einen interaktiven Begegnungsraum geschaffen haben.

Das zehnte Virtuelle Mehrgenerationenhaus eröffnete Bürgermeister Dr. Armin König am 13. September 2018 hier bei uns in Illingen mit der Tabletübergabe an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ministerin Monika Bachmann äußerte sich zum Projektstart in Illingen: „Mit dem Projekt wollen wir einen Beitrag zur digitalen Teilhabe aller Saarländerinnen und Saarländer leisten und so einen Begegnungsraum für den Generationendialog schaffen.“ Die Teilnehmer sollen im Rahmen des Projekts unter anderem in die Lage versetzt werden, mit Hilfe der Tablets selbstständig untereinander zu kommunizieren und sich auszutauschen. Nach dem Projektende am 31.12.2019 dürfen die Bewohner bei erfolgreicher Teilnahme das Tablet behalten, damit bestehende Kommunikations­netzwerke aufrechterhalten bleiben. „Im Generationendialog sollen die gesteigerten Anforderungen an jeden Einzelnen durch die Digitalisierung praxis- und alltagsnah vermittelt werden. Die nachhaltige Förderung der Digitalisierung und Nutzung neuer Medien kann eine digitale Spaltung in der Bevölkerung zwischen Jung und Alt verhindern und zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements vor Ort beitragen. So kann man sich z. B. über einen Plausch im virtuellen Hausflur via Instant Messenger auf den aktuellen Stand in Sachen Wetter, Verkehrslage oder Freizeitvorhaben austauschen“, so Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt Saarland. Um den Umgang mit dem Tablet zu erlernen, werden zu Beginn des Projekts die Kurse der Kampagne Onlinerland Saar „Kaffee-Kuchen-Tablet“ und „Kommunikation mit Tablets“ durchgeführt. Außerdem werden regelmäßige „Tablet-Kränzchen“ veranstaltet, bei denen die Teilnehmer die Gelegenheit haben, sich ganz analog untereinander auszutauschen.

„Unter Anleitung eines Referenten lernen die Bewohner dort neue Möglichkeiten der virtuellen Kommunikation und Vernetzung kennen. Durch das Aufzeigen nützlicher Tools und Anwendungen erfahren sie, wie man die Vorteile der digitalen Technik in den Alltag integrieren kann. Durch die längerfristige Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Fragen rund um die digitale Welt – die Themenpalette reicht vom Suchen nach Gesundheitsinformationen im Netz, Fragen nach dem digitalen Nachlass, aber auch das Austesten von VR- und AR-Anwendungen – bietet das Virtuelle Mehrgenerationenhaus eine nachhaltige Schulung an“, so die Abteilungsleiterin für Jugend, Senioren, Frauen und Familie im saarländischen Sozialministerium Alexandra Heinen. Für Rückfragen steht das Onlinerland Saar Projektbüro unter der Telefonnummer 0681/38988-10 oder per E-Mail info(at)onlinerland-saar.dezur Verfügung. Hier in der Onlinergemeinde Illingen erteilen Frau Petra Baltes von der Volkshochschule Illingen: 06825/404230, petra.baltes@illingen.de oder Herr Frank Schuppener: 06825/409127, frank.schuppener@illingen.de gerne weitere Auskünfte.

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