Bürgermeister beantragt Kreisbäderkonzept

Im Sinne der Prävention und der Daseinsvorsorge langfristig Sicherheit schaffen.


Der Illinger Bürgermeister Dr. Armin König (CDU) hat ein Kreisbäderkonzept für den Landkreis Neunkirchen beantragt. In einem Brief an den Kreistag beantragt er eine grundsätzliche Zustimmung zu einem solchen Konzept nach dem Vorbild des Kreises St. Wendel und die Bildung einer interkommunalen Arbeitsgruppe. Eine erste Initiative dieser Art hatten Gemeinderat und Bürgermeister bereits im Januar.

Es geht darum, die Bäder als unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsvorsorge, des Schul- und Vereinssports und auch als Einrichtungen mit touristischer Bedeutung erhalten zu können. Wie im Kreis St. Wendel sollten pauschalierte Zuschüsse des Kreises pro Schul- und Vereinsschwimmer sowie für jeden sonstigen Badebesuch vorgesehen werden, die somit auch von den Kommunen, die keine eigenen Bäder betreiben, mit zu tragen sind. Weiter sollte das zu erstellende Konzept auch Möglichkeiten zur Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz der Bäder beinhalten. Möglichkeiten hierzu werden beispielsweise bei der Personalausbildung und im Beschaffungswesen gesehen, weitere Synerergieeffekte seien sicherlich zu finden.

Da kurzfristig keine Einigung auf Landesebene zu erwarten ist, sollte daher der Landkreis Neunkirchen auch in seinem Verantwortungsbereich entsprechende Möglichkeiten erkunden und in Abstimmung mit den Kreiskommunen als verbindliche Grundlage für einen zu bestimmenden Zeitraum (denkbar wären zunächst zehn Jahre) in einem gemeinsam getragenen Konzept festschreiben.

Weiter heißt es in Königs Brief: "Ich darf daher die Bitte an den Kreistag des Landkreises Neunkirchen herantragen, im Sinne des Illinger Vorschlages die politische Diskussion zu führen und eine Entscheidung herbeizuführen, die zum Fortbestand unserer Bäder auf Jahre hinaus beitragen kann. Andernfalls dürften viele Kommunen auf Dauer wirtschaftlich nicht mehr in der Lage sein, allein eigene Bäder zu betreiben und somit der gesetzlich auferlegten Pflicht zur Förderung des gesundheitlichen Wohls und Unterstützung der sportlichen Betätigung ihrer Einwohnerinnen und Einwohner nachzukommen.
Sollte das Land zu einem einheitlichen Bäderkonzept finden, könnte das Konzept des Landkreises Neunkirchen in diesem aufgehen.“

Auch die Gemeinde Eppelborn hat eine entsprechende Initiative gestartet. Die Eppelborner Bürgermesiter Birgit Müller-Closset (SPD) hatte schon vor Wochen ein entsprechendes Schreiben an Landrat Sören Meng geschickt, das nun auch bei der nächstne Bürgermeisterbesprechung beraten werden soll.

Seite drucken