Sportplatzsanierung voll im Zeitplan

Illinger Erfolgsmodell vor baldigem Abschluss


In Wustweiler wird schon seit Monaten auf dem neuen Kunstrasen gespielt, in Illingen sind die Arbeiten so gut wie abgeschlossen und bis zur Sommerpause soll auch der Uchtelfanger Sportplatz in neuem Glanz erstrahlen. Danach folgt Welschbach, auch noch in diesem Jahr und als Abschluss des Millionenprojekts „Sanierung der Kunstrasenplätze“ in der Gemeinde Illingen.

Einen besonderen Dank richtet Bürgermeister Armin König an Christian Petry, Christoph Simmet, die Mitglieder der Sportplanungskommission, insbesondere Tobias Hans (CDU) und Eugen Roth (SPD), an LSVS-Chef Klaus Meiser und die Mitglieder der Sportplatzkommission sowie des Gemeinderates, an Bernd Müller und Innenminister Klaus Bouillon.

Vor 18 Monaten waren sich die Mitglieder des Gemeindesrates einig, dass die 1999 gebauten Kunstrasenplätze in der Gemeinde einer dringenden Sanierung bedürfen. Erst wurde um die Reihenfolge gestritten, ob auch alle vier Maßnahmen notwendig sind und dann war man sich doch einig, alle Sanierungen weitgehend zeitgleich umzusetzen. Eine Herkulesaufgabe, die andernorts zu Problemen führt.

Als Sanierungskommune musste in Illingen ein innovatives Konzept zur Finanzierung des eifrigen Vorhabens gefunden werden. Ein Sportstättenentwicklungskonzept musste her, sollten Zuschüsse der Sportplanungskommission fließen. Bürgermeister Dr. König machte es als Sportwissenschaftler mit seinem Team vor. Das Konzept, in anderen Kommunen mit 40.000,00 € zu Buche schlagend, wurde in Eigenleistung erstellt. Gemeinsam mit einer Kommission des Rates, in der sich Christian Petry, Stefan Maas, Marie Marie Therese Strauß u. Elfie Kleiß sowie Gemeindeamtmann Christoph Schmidt engagierten wurde eine ausgewogene Konzeption auf solider Finanzbasis zu entwickeln. Das zunächst angedachte Stiftungsmodell ließ sich zwar nicht verwirklichen, doch führten letztlich die guten Kontakte der Politgranden zu Bedarfszuweisungen aus dem Hause von Sportminister Klaus Bouillon, weshalb mit Zustimmung der Kommunalaufsicht eine Finanzierung aus dem Wirtschaftsplan des Freizeit-, Hallen- und Bäderbetriebes dargestellt werden konnte.

„Ein großes Lob verdienen auch die Vereine, die in vorbildlicher Zusammenarbeit sich auf eine Reihenfolge der Sanierung einigen konnten und damit diese Bedingung für eine Bezuschussung gewährleistet haben“, meint Verwaltungschef Dr. König mit Stolz und Zufriedenheit über den Verlauf des Verfahrens. Nach Genehmigung der erforderlichen Eigenmittel der Kommune in Höhe von 400.000,00 € seitens des Gemeinderates, die aufgrund der niedrigen Zinsbelastung in einer Summe eingebracht werden konnte, konnte das ehrgeizige Projekt mit Gesamtkosten von rund 970.000 € starten. In Wustweiler wurde der neue Platz am 5. November übergeben, seitdem hat der Sportverein Germania Wustweiler kein Heimspiel mehr verloren. Ob dies ein gutes Omen für die Fußballer von Kerpen 09 Illingen ist, dessen Kunstrasenplatz Anfang der Woche fertig gestellt wird.

Im April wird dann mit der Platzsanierung in Uchtelfangen begonnen, die Genehmigung der Sportplanungskommission liegt sowohl für diese als auch die folgende Sanierung in Welschbach vor. Wenn dann alle beteiligten Vereine die nötigen Punkte zum Klassenerhalt holen, sollte es auch künftig viele spannende Lokalderbys geben

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