In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates standen wichtige Entscheidungen für die weitere Entwicklung Illingens auf der Tagesordnung. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Zukunft der Kindertageseinrichtungen. Daneben ging es um die Illipse, den Neubau der Kita Illgrund, das Bebauungsplanverfahren „Vorn am Schnackenberg“ in Hirzweiler und die Arbeit der AG Benin.
Zu Beginn blickte Bürgermeister Andreas Hübgen auf einen ereignisreichen Sommer in der Gemeinde zurück. Zahlreiche Feste und Veranstaltungen wie das Burg- und Weiherfest, viele Dorffeste oder die beliebten Sommerabendmärkte sorgten für viel Leben in den Ortsteilen. Sein besonderer Dank galt den zahlreichen Illinger Vereinen und den vielen ehrenamtlich Engagierten. Ohne ihren Einsatz, so der Bürgermeister, wären viele Feste und Veranstaltungen in dieser Form nicht möglich.
Auch das Freibad Sonnenborn in Uchtelfangen blickt auf eine erfolgreiche Saison: In Kürze wird dort bereits der 60.000. Gast erwartet.
Der Sommer hatte jedoch auch eine andere Seite. Große Hitze und anhaltende Trockenheit prägten die vergangenen Wochen. Besonders der große Waldbrand im Hosterwald stellte die Gemeinde und die Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen. Im Gemeinderat sprachen alle Fraktionen den beteiligten Einsatzkräften ihren Dank für ihren außergewöhnlichen Einsatz aus.
NEUE NUTZUNGS- UND ENTGELTORDNUNG FÜR DIE ILLIPSE
Nach rund 20 Jahren werden die Entgelte für die Nutzung der Illipse neu geregelt und an die heutigen Rahmenbedingungen angepasst. Gestiegene Personal- und Energiekosten sowie die Anforderungen an den Betrieb einer modernen Veranstaltungsstätte machen eine Neufassung notwendig.
Die Illipse ist seit fast 25 Jahren das kulturelle Aushängeschild der Gemeinde. Konzerte, Theater, Kongresse, Tagungen und zahlreiche weitere Veranstaltungen haben das Kulturforum weit über Illingen hinaus bekannt gemacht. Mit der neuen Nutzungs- und Entgeltordnung werden nun auch die organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an die heutigen Anforderungen einer modernen Eventlocation angepasst.
KITA ILLGRUND: BEBAUUNGSPLAN BRINGT NEUBAU EINEN SCHRITT WEITER
Auch beim geplanten Neubau der Kita Illgrund im Burgpark geht es weiter voran. Mit der Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes „Kita Illgrund“ schafft der Gemeinderat eine wichtige planungsrechtliche Grundlage für das Projekt. Damit ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur neuen Kindertageseinrichtung im Burgpark gemacht.
BEBAUUNGSPLAN „VORN AM SCHNACKENBERG“ WIRD WEITERGEFÜHRT
Das Bebauungsplanverfahren „Vorn am Schnackenberg, 1. Erweiterung“ in Hirzweiler geht nach Beratungen in den zuständigen Gremien in die nächste Verfahrensstufe. Ziel ist es, die bestehenden Garten- und Erholungsflächen zu sichern und eine weitere bauliche Verdichtung in Richtung der freien Landschaft zu verhindern. Eine Wohnbebauung bleibt ausgeschlossen. Als nächster Schritt folgt die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und der Nachbargemeinden.
GEMEINDERAT WILL ALLE KITA-STANDORTE ERHALTEN
Ein zentrales Thema der Sitzung war die Zukunft der Kindergartenstandorte. Im Gemeinderat bestand Einigkeit darüber, dass die bestehende Zahl der Kindertageseinrichtungen in Illingen erhalten werden soll. Für alle Standorte sollen deshalb Möglichkeiten geprüft werden, wie sie langfristig gesichert werden können.
Bürgermeister Andreas Hübgen nutzte die Beratung auch, um den anwesenden Erzieherinnen und Erziehern sowie den Standortleitungen für ihre tägliche Arbeit und ihr großes Engagement in den Einrichtungen zu danken.
Für die Kita Wustweiler ist eine Sanierung des bestehenden Gebäudes ohne Erweiterung vorgesehen. Die Gemeindeverwaltung soll die weiteren Planungen und ein mögliches Bauprojekt federführend begleiten. Voraussetzung für einen späteren Erwerb der Immobilie ist eine entsprechende Förderzusage des Landes. Das Bistum prüft zudem, ob sein Zuschuss zu den Sanierungskosten erhöht werden kann.
Auch für die Kita Uchtelfangen sollen eine Sanierung im Bestand beziehungsweise eine mögliche Verkleinerung erneut untersucht und kalkuliert werden. Ein möglicher Erwerb durch die Gemeindeverwaltung hängt auch hier von einer Förderung sowie vom zukünftigen Bedarf an Kita- und Krippenplätzen ab.
Wie groß das Interesse am Erhalt der Standorte ist, wurde auch in der Sitzung deutlich: Für den Erhalt des Kindergartens in Wustweiler wurden rund 1.800 Unterschriften an den Gemeinderat übergeben.
AG BENIN STELLT IHRE ARBEIT VOR
Zum Abschluss stellte der Beigeordnete und Vorsitzende der AG Benin, Sebastian Biehler, die Geschichte und Arbeit der Arbeitsgemeinschaft vor. Er berichtete über bereits unterstützte Projekte und erläuterte auch die Hintergründe des Benin-Benefiz-Laufs in Hirzweiler.
Über die Arbeit der AG Benin und die unterstützten Projekte werden wir noch ausführlicher berichten.

