Der Europapreis wurde 1955 von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg ins Leben gerufen, als Auszeichnung für Städte und Gemeinden, die sich um die Förderung der europäischen Idee besonders verdient gemacht haben. Er würdigt den besonderen Einsatz der Gemeinden für die Stärkung eines vereinten Europas, z.B. durch Städtepartnerschaften, europäische Veranstaltungen und sonstige Austauschaktivitäten. Besonders im Saarland und in unserer Gemeinde spüren wir, Europa ist nicht nur in Straßburg und Brüssel präsent, sondern direkt vor Ort. Wir erleben Europa in unserer Gemeinde, den Nachbarschaften, Familien und Vereinen und profitieren unmittelbar davon, wenn die europäische Entwicklung weiter voranschreitet. Unsere Städtepartnerschaften haben sich über Jahrzehnte entwickelt und bewährt. Vor diesem Hintergrund war es Bürgermeister Andreas Hübgen, der Gemeindeverwaltung und den in europäischen Angelegenheiten engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Illingen eine Ehre, sich für das erste Niveau des Europapreises - das Europadiplom - bewerben zu dürfen.
Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PVER) hat uns, zusammen mit elf weiteren europäischen Kommunen: Hagen im Teutoburger Wald, Lauffen am Neckar, Saarlouis (Deutschland), Ardea, Ricaldone, Rosignano (Italien), Berane, Bijelo polje, Petniica, Podgorica (Montenegro) und Marmaris (Türkei) für dieses Diplom vorgeschlagen. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie des Präsidiums, des Ausschussvorsitzenden und führenden Mitglieder der Parlamentarischen Versammlung durfte Bürgermeister Andreas Hübgen, Christian Petry und Peter Biehl als Delegierte des Illinger Gemeinderates und Frank Schuppener diesen Preis in Straßburg entgegennehmen.
Bürgermeister Andreas Hübgen bezeichnete die Verleihung des Europadiploms 2026 des Europarats als große Ehre für die Gemeinde Illingen. In seiner Dankesrede hob er die besondere Lage Illingens im Herzen Europas hervor. Im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg werde tagtäglich deutlich, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit, gegenseitiges Verständnis und starke Partnerschaften seien. Gerade in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen gelte es, die europäischen Werte aktiv zu leben und zu verteidigen.
Hübgen betonte, dass Europa in Illingen kein abstrakter Begriff sei, sondern im Alltag gelebt werde Ð durch kulturellen Austausch, grenzüberschreitende Projekte und die langjährigen Städtepartnerschaften mit Tuchów in Polen, Bük in Ungarn sowie Verzy, Civray, Woustwiller und Walschbronn in Frankreich. Diese Partnerschaften würden seit Jahrzehnten von engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen und mit Leben erfüllt.
Das Europadiplom sei nicht nur eine Anerkennung der bisherigen europäischen Aktivitäten der Gemeinde, sondern zugleich Ansporn, den Einsatz für ein friedliches, demokratisches und geeintes Europa fortzusetzen. Abschließend dankte Hübgen dem Europarat für die Auszeichnung und unterstrich, dass Illingen auch künftig den europäischen Gedanken aktiv fördern werde.
Für die Teilnahme am Wettbewerb um den Europapreis müssen die Städte und Gemeinden sich zunächst um das Europäische Diplom, die Ehrenfahne und die Ehrenplakette bewerben und diese verliehen bekommen. Unsere Planungen für den Erhalt der "Europäischen Ehrenfahne“ sind in vollem Gange. Wir möchten uns sehr herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern in Illingen bedanken, die ihren Beitrag für diesen veritablen Erfolg geleistet haben und laden dazu ein, mit uns zusammen die zweite Stufe, die Verleihung der „Ehrenfahne“, zu erklimmen.

