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Richtfest gefeiert

Neues Zuhause für die Feuerwehr nimmt Form an

Ein wichtiger Meilenstein für die Feuerwehr Illingen: Mit dem Richtfest wurde der nächsten großen Bauabschnitt beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses gefeiert. Bei einem Investitionsvolumen von mittlerweile knapp über zehn Millionen Euro entsteht ein modernes und zukunftsfähiges Zuhause für die Einsatzkräfte und zugleich ein Standort, der nach den Vorstellungen von Bürgermeister Andreas Hübgen künftig zu einem Zentrum für Brand-, Rettungs- und Katastrophenschutz weiterentwickelt werden könnte.

Gemeinsam mit Innenminister Reinhold Jost, Vertretern des Landkreises Neunkirchen, Politik, Verwaltung, Planern, den am Bau beteiligten Unternehmen und natürlich den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Illingen feierte Bürgermeister Andreas Hübgen das Richtfest für das neue Feuerwehrgerätehaus des Löschbezirks Illingen. Nach den vergangenen Monaten intensiver Bauarbeiten ist inzwischen deutlich zu erkennen, welche Dimensionen das neue Gebäude haben wird.

In direkter Nachbarschaft zum THW-Ortsverband Illingen entsteht ein modernes Feuerwehrgerätehaus, das künftig beste Voraussetzungen für Einsatz, Ausbildung, Nachwuchsarbeit und Kameradschaft bieten soll. Rund 100 Einsatzkräfte sowie die Jugendfeuerwehr werden hier eine neue Heimat finden. Die Fahrzeughalle bietet acht Stellplätze sowie eine angrenzende Waschhalle. Hinzu kommen Umkleiden, Nassbereiche und Schleusen für die Einsatzkräfte, Werkstätten und Materiallager, Bereitschafts-, Besprechungs- und Schulungsräume sowie Büros für die Löschbezirksführung und die Fachwarte. Das Gebäude wird barrierefrei ausgeführt. Im Außenbereich sind unter anderem ein großer Übungshof, eine Übungswand mit Übungsturm und eine Kletterwand für die Jugendfeuerwehr vorgesehen.

WEITERE FÖRDERUNG FÜR DIE AUSSENANLAGEN

Das Investitionsvolumen für das Gesamtprojekt liegt mittlerweile bei knapp über 10 Mio. Euro. Das Land unterstützt den Neubau bereits finanziell mit 1 Mio. Euro. Zum Richtfest hatte Innenminister Reinhold Jost eine weitere gute Nachricht im Gepäck: Er überreichte eine Bedarfszuweisung in Höhe von 372.854 Euro für die Außenanlagen mit Übungsflächen des neuen Feuerwehrgerätehauses. Innenminister Reinhold Jost betonte die Bedeutung solcher Investitionen für die Kommunen: „Die Mittel für das Feuerwehrgerätehaus sind gut investiertes Geld für die Kommunen vor Ort. Das Land hat in Illingen in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro investiert. Das kommt direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern an.“

Bürgermeister Andreas Hübgen dankte dem Innenminister und dem Landkreis ausdrücklich für die finanzielle Unterstützung des Neubaus. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er am neuen Standort noch weiteres Potenzial sieht: „Besonders wichtig ist mir der Schulterschluss unserer Hilfsorganisationen. Gerade die großen Einsatzlagen der vergangenen Zeit – das Pfingsthochwasser und zuletzt der große Waldbrand im Hosterwald – haben gezeigt, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit und leistungsfähige Strukturen im Bevölkerungsschutz sind. Die räumliche Nähe von THW und Feuerwehr ist dafür bereits ein sehr guter Grundstein. Ich sehe an diesem Standort noch deutlich mehr Potenzial: Perspektivisch könnten weitere Hilfsorganisationen in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelt werden. So könnte hier Schritt für Schritt ein gemeinsames Zentrum für Zivil- und Bevölkerungsschutz entstehen. Damit würden wir die Zusammenarbeit weiter stärken und gleichzeitig optimale Voraussetzungen für zukünftige Einsatzlagen schaffen. Mein großer Dank gilt dem Innenminister und dem Landkreis für die finanzielle Unterstützung dieses wichtigen Neubaus.“

Auch die Kreisbeigeordnete Carmen Simmet, die Landrat Sören Meng beim Richtfest vertrat, überbrachte den Dank des Landrates an die Einsatzkräfte für ihr tägliches Wirken. Einen besonderen Dank richtete sie dabei an all diejenigen, die sich in der Ausbildung und Nachwuchsförderung engagieren und damit die Zukunft der Hilfsorganisationen sichern.

EIN HAUS FÜR EINSATZ, AUSBILDUNG UND KAMERADSCHAFT

Für die Feuerwehr selbst ist das Richtfest ein besonderer Moment auf dem Weg in die neue Unterkunft. Wehrführer Sascha Cattarius erklärte: „Das neue Gerätehaus wird ein Gebäude für Kameradschaft, Jugend und Ausbildung – natürlich vor allem für den Einsatz. Mein Dank gilt allen Beteiligten und insbesondere den Handwerkern, die dieses neue Feuerwehrgerätehaus errichten.“

Löschbezirksführer Florian Land bezeichnete den Neubau als künftiges „neues Zuhause“ der Kameradinnen und Kameraden: „Es wird ein Ort für alle Kameraden und eine notwendige Investition in die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr in Illingen. Ein Feuerwehrgerätehaus muss vor allem im Einsatz funktionieren und genau das wird dieses Haus.“

Die Bauarbeiten verlaufen weiterhin zügig. Die Gemeindeverwaltung zeigt sich mit dem bisherigen Bauablauf und der Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer sehr zufrieden. Besonders positiv ist zudem, dass zahlreiche Gewerke durch Unternehmen aus der Region ausgeführt werden. Damit ist das Großprojekt neben der Investition in Sicherheit und Ehrenamt auch ein Beitrag zur regionalen Wertschöpfung.

„SEGEN UND GLÜCK DIESER FEUERWEHR-STUNDE“

Den traditionellen Höhepunkt des Richtfestes bildete der Richtspruch, den Lea Erbach aus luftiger Höhe vortrug. Darin verband sie den Dank an Bauherrschaft, Planer und Handwerker mit der künftigen Aufgabe des Gebäudes und den besten Wünschen für die Einsatzkräfte:

„Vernehmt den Spruch aus luftiger Höh',
allwo nach altem Brauch ich steh'
und blicke stolz und froh einher
auf dieses Werk, das vollbracht nun wär'.

Ein Feuerwehrhaus galt es aufzurichten,
drum musste ich dieses Verslein dichten.

Mit Steinen, Blechen und starker Hand
ist hier ein neuer Schutzwall entstand.

Nicht zu groß und nicht zu klein,
soll es den Helfern Heimat sein,
wo Fuhrpark, Technik und Gerät
bereitstehn in der frühen Spät'.

Gemeinschaftsgeist strahlt von hier aus,
die Feuerwehr ist hoch geehrt!

Der Wehrmann schützt Hof und Haus,
wenn Not und Gefahr sich vermehrt.

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr –
das sei die Losung von nun an hier.

Wir danken dem Architekt' und der Bauherrschaft,
den Handwerkern für ihre Kraft,
die bei Wind und Wetter, bei Sonnenglut
errichteten das Werk so gut.

Nun nehm' ich das Glas voll feurigen Weins
und leere es aus bis auf den Grund,
zum Wohle des Hauses, des Bauwerks und deines,
geweiht sei das Gebäude zu dieser Stund'!

Der Herrgott möge dieses Haus bewahren
vor Feuer, Notzeit und Gefahren,
auf dass die Kameraden gesund und froh
stets heimkehren von ihrem Einsatz so.

Nun zerschelle das Glas hier im Grunde,
Segen und Glück dieser Feuerwehr-Stunde!“

Traditionell zerschellte anschließend das Glas am Boden. Mit dem Richtspruch war ein weiterer bedeutender Meilenstein auf dem Weg zum neuen Feuerwehrgerätehaus in Illingen erreicht.

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