News

Farbstark und expressiv

Vera Jochum stellt im Bürgerbüro aus

Ihre Bilder sind farbstark, expressiv bis expressionistisch, sinnlich (dank unterschiedlicher Materialien), energetisch und kommunikativ, mal gegenständlich mit Illinger Motiven wie der Pfarrkirche St. Stephan, vorwiegend aber abstrahierend. Bis Jahresende stellt die Illinger Künstlerin Vera Jochum im Bürgerbüro ihre Acrylbilder aus. Bürgermeister Dr. Armin König eröffnete in kleinem Rahmen die Ausstellung der Illinger Malerin. Eigentlich war eine Vernissage geplant, doch Corona verhinderte dies. „Ich bin sicher, dass die Ausstellung auch ohne Vernissage ein Erfolg wird,“ sagte König. „Das Bürgerbüro ist ein viel besuchter Ort, wo die Bilder hervorragend zur Geltung kommen.“ Dem stimmen auch Alexandra Penth, Leiterin des Bürgerbüros, und ihr Team zu. Alexandra Penth hatte die Idee zu dieser Dauerausstellung, und sie sieht sich durch den Eindruck bestätigt: Die Bilder geben Stimmungen wider, lassen den Raum leben und die Kunst er-leben. 

Vera Jochum, die als Ortsratsmitglied auch politisch aktiv ist, erklärt, wie ihre Bilder entstehen: „Mit meiner Malerei möchte ich etwas von der sinnlichen Erfahrung meines Alltagslebens teilen. Was immer mich inspiriert, findet sich in meinen Bildern wieder. Es kann der Blick aus meinem Küchenfenster sein, ein flüchtiger Eindruck aus einem fahrenden Auto, der Geruch einer Wiese während eines Spaziergangs oder auch eine bestimmte Stimmung, die sich auf der Leinwand widerspiegelt.“

Unverkennbar ist der klassische Bildaufbau: Perspektive, Farbwahl, Kontraste, Materialwahl erinnern an die Expressionisten, lassen Anklänge an Munch und Paul Klee, aber auch an die Symbolisten erkennen. „Auffallend sind die quadratischen Formate in einer perfekten Form“, erläutert Armin König.  „Gerade der klare Rahmen, der klare Aufbau erlaubt Vielfalt und Originalität.“ Und das Erstaunliche: Vera Jochum hat keinerlei Meisterkurse besucht. Sie ist Autodidaktin.  

„Ich finde es interessant“, erklärt sie, „zu experimentieren und verschiedene Materialien und Techniken zu kombinieren, um einen einzigartigen und unverwechselbaren Stil zu schaffen. Ich verwende hauptsächlich Acrylfarben, Blattmetall, Kreidefarbe, Gips und recycelte Materialien wie Karton. Dabei  arbeite ich nicht ausschließlich mit gestreckter Leinwand sondern ebenfalls auf Holz, Kartonagen und Papier wobei ich hier sehr gerne Stonepaper verwende. Das Ergebnis sind einzigartige, kuriose  geplante Crossover-Gemälde, die im Idealfall  bei dem Betrachter Emotionen auslösen und den Geist auf Entdeckungsreise gehen lassen. Obwohl ich die Gemälde plane, halte ich mich nicht strikt an jeden Plan, sondern reagiere intuitiv auf das Ergebnis.“ 

Was leicht wirkt, ist so leicht keineswegs: „Es ist ein energischer Prozess des Aufbaus, der Zerstörung, des Wiederaufbaus, der sich in meinen Werken widerspiegelt. Ich versuche, Form, Farbe, Textur und Komposition zu artikulieren und meine Version des visuellen Inputs auf die Leinwand zu übertragen.“

Der Bürgermeister und Kulturamtsleiter ist begeistert, freut sich, dass Vera Jochum nach ersten kleinen Ausstellungen in Räumen der Gemeinde und des ASB jetzt erstmals beim Luxembourg Artprize 2020 vertreten ist, im Internet auf Kunstseiten präsentiert und im Besi für die Allgemeinheit ausstellt. Die Bilder sind käuflich zu erwerben. 

weitere News